Katze pinkelt!

Pinkelt meine Katze neben das Klo um mich zu ärgern?

Nein! Sie pinkelt, weil sie muss! Katzen pinkeln neben das Klo, wenn Sie Probleme haben. Unsere Aufgabe ist es, die Probleme zu erkennen und abzustellen oder der Katze die Möglichkeit zu geben, mit Ihrem Problem umzugehen.

Hier findest du zusammengefasst alle Tipps und Links, die mir geholfen haben, als ich festgestellt hab: Meine Katze pinkelt daneben. Ich kenne das Problem selbst. Mein Kater Charly war vom ersten Tag an unsauber. Heute sind wir soweit, dass er brav in sein Klo geht und sein Geschäft dort verrichtet. Meine Tipps können auch bei Kotunsauberkeit helfen. Da ich dieses Verhalten noch nie hatte, kann ich hier jedoch nicht aus eigenen Erfahrungen berichten.

 

katze pinkelt Charly als Engelchen

Ich zeige dir, welche Ursachen möglich sind, wie wir vorgegangen sind und wie du deiner Katze helfen kannst. Wir mussten vieles durch „Versuch und Irrtum“ lernen. Ich möchte dir hier diesen Ärger ersparen und versuche so viele Tipps wie möglich zu geben. Denn so sehr es uns als Menschen nervt, leidet deine Katze viel mehr darunter.

Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Dazu ist das Thema zu ausführlich und jede Katze ist ein Individuum, das auch so behandelt werden muss.

 

Die ersten Schritte

Einer der Hauptgründe, warum Katzen nicht ins Klöchen machen, sind Schmerzen. Diese können zum Beispiel von einer Blasenentzündung oder Struvit- oder Harnsteinen kommen.

Ein weiterer, sehr wichtiger Grund ist, dass die Katze geschlechtsreif ist und anfängt zu markieren. Hier hilft ausnahmslos nur eine schnelle Kastration.

Oft ist eine Urinprobe nötig, zum Abklären einer Krankheit. Der einfachste Weg ist, ein spezielles Streu, welches du vom Tierarzt bekommst. Wenn du eine Stelle weist, wo sie eh immer hin macht, kannst du dort auch eine Kunststofffolie auslegen, von der du den Urin dann mit einer Einmalspritze aufsammelst. Natürlich kannst du dich auch neben deine Katze stellen und mit einem Becher warten. Wenn sie sich das gefallen lässt, warum nicht. Die beiden anderen Methoden sind jedoch deutlich einfacher. Bitte achte darauf, dass die Urinprobe frisch und möglichst sofort beim Tierarzt abgegeben wird.

Erst wenn definitiv ausgeschlossen ist, dass keine körperliche Ursache (mehr) vorliegt, geht´s an die Arbeit.

Nun erstmal ran an die Grundreinigung der Wohnung:

Deine Katze riecht besser als du und das heißt, dass überall wo es auch nur nach einem Hauch von Katzenpipi riecht, deine Katze denken könnte: „Ui cool, ein Klo!“

Herkömmliche Reiniger bekämpfen den Geruch nicht, sie überdecken ihn höchstens. Was dazu führen kann, dass deine Katze den neuen Geruch für einen Rivalen hält und noch mal ihre eigene Duftmarke setzen will. Das heißt: Hände weg von Essigessenz, Essigreinigern, Glasreinigern und anderen „Hausmittelchen“!

Wirklich helfen können hier nur Spezialreiniger:

Bei den Spezialreinigern handelt es sich um sogenannte Enzymreiniger. Hier sind lebende Enzyme in den Reinigern, die alle geruchsproduzierenden Bakterien auffressen. Dadurch wird die Ursache bekämpft, nicht der Geruch selbst. Das braucht natürlich seine Zeit. Außerdem kann es sein, dass nach kurzer Zeit der Geruch sogar kurzzeitig stärker wird. Lass dich davon nicht beunruhigen.

Ich habe damals viele Reiniger ausprobiert. Heute nutze ich nur noch zwei Reiniger.

Für waschbare Textilien nutze ich Biodor Animal

Hier habe ich immer einen ganzen Kanister Zuhause, da das nicht nur gegen Katzenurin hilft, sondern auch gegen Schweißfüße und auch den typischen „Sportsachen-Geruch“. Ein Schnapsglas voll in das Weichspülerfach der Waschmaschine bei leichten Gerüchen.

Älteren und schon „eingefressenen“ Geruch bekommt man so leider nicht raus. Hier hilft nur einweichen. Das Mischungsverhältnis sollte sein: Auf einen Liter Wasser, 4cl Biodor Animal – Reiniger (ein Schnapsglas voll) und das verunreinigte Teil dann 24 Stunden in der Mischung ziehen lassen. Danach waschen, trocknen und ggf. wiederholen.

Deine Couch oder Matratze lässt sich natürlich nicht so einfach in die Waschmaschine stopfen. Und auch auf Flächen habe ich mit Biodor keine so guten Erfahrungen gemacht.

Für alles, was nicht in die Waschmaschine passt, nutze ich Urin off

Eines ist wichtig für die Anwendung von Urin Off: Nicht einfach nur aufsprühen, sondern nach dem Aufsprühen, am besten eine Mülltüte oder eine Kunststofffolie für 24 Stunden darüber legen, damit die Enzyme ihre Arbeit tun können. Danach dann gut lüften. Auch hier gilt, wenn die Flecken schon älter sind, oder von einem nicht kastrierten Kater kommen, ist wahrscheinlich eine Wiederholung notwendig.

Ich halte Urin Off für das bessere Produkt. Jedoch ist es doch um einiges teurer und ich brauche es seltener als Biodor Animal. Biodor ist ein Konzentrat und wird nochmals verdünnt mit Wasser (Achtung, nach dem Anmischen wirkt es nur ca. 14 Tage). Urin off ist bereits fertig gemixt. Ich hab immer beide Mittel im Haus und hab mir irgendwann auch die passenden Sprühflaschen gekauft.

 

Erste Hilfe:

Nachdem du alle, dir bekannten Flecken in der Wohnung bearbeitet hast, versuche deiner Katze Alternativen anzubieten. Das kann bedeuten, dass du auf JEDE Pinkelstelle ein Klo stellst. Hier geht es weniger darum, dass die Klos besonders hübsch sind, sondern darum, dass sie keine andere Möglichkeit mehr hat, als aufs Klo zu gehen. Als „schnelle Alternative“ kannst du auch einen Karton in eine Mülltüte stecken und dort dann Streu rein machen. Ich hatte in der schlimmsten Phase, in meiner kleinen 50 m² Wohnung 8 – 9 Klos stehen. Das war sicher nicht immer angenehm, aber es hat uns geholfen. Mit der Zeit konnte ich immer mehr Klos abbauen und Charly beschränkt sich heute auf 2 Klos. Insgesamt habe ich heute bei 3 Katzen 4 Klos.

Ein Klo aufs Bett oder auf die Couch zu stellen funktioniert natürlich nicht für jeden. Das hatte ich auch nicht. Hier würde ich die betroffenen Stellen mit Inkontinenzunterlagen auslegen. So ist dein Bett oder deine Couch geschützt, wenn deine Katze doch noch mal darauf pinkelt.

Solchen zum Beispiel:

Wenn doch etwas passiert, die Katze auf keinen Fall ausschimpfen. Ich weiß, das ist äußerst schwer, wenn man eh schon genervt ist. Die Katze zu schimpfen oder gar körperlich zu werden und sie zum Beispiel „einzutauchen“ kann genau zum Gegenteil führen und die verunsicherte Katze bekommt noch mehr Verhaltensstörungen.

Vor allem bei Katzen, die kein Klo kennen, ist es hier ratsam erst den Urin mit einem einfachem Küchentuch aufzunehmen und dieses Küchentuch ins Klo zu legen. So riecht das Klo nach Urin und die Katze lernt, dass es ok ist wenn sie da rein pinkelt. Danach die neue Stelle großzügig mit Enzymreiniger bearbeiten.

 

Welche Gründe gibt es für Unsauberkeit?

Ungefähr so viele, wie es unsaubere Katzen gibt.

Vorab mach dir klar, welche Art von Unsauberkeit bei deiner Katze vorliegt. Markiert sie ihr Revier oder entleert sie ihre Blase?

katze pinkelt :Charly makiert

 

 

 

 

Das Markieren erkennt man daran, dass es meist weniger Urin ist, der im Stehen verspritzt wird. Hier eine typische Markierhaltung von Charly bei uns im Garten:

Beispiele, was der Katze nicht passen könnte:

Die Einstreu gefällt deiner Katzen nicht, das Klo ist nicht nach ihren Vorstellungen, der Katzenkumpel stört sie beim Toilettengang und sie hat deshalb Angst, sie will lieber Freigänger sein und nicht in der Wohnung, ihr fehlt ihr verstorbener Partner, ein neuer Mensch ist eingezogen, z.B. hast du ein Kind bekommen, die Katze hat zu wenige Klos,

Die wichtigsten Gründe möchte ich hier beschreiben und Hilfestellung geben:

  • Schmerzen
  • Geschlechtsreife
  • falsches Klomanagement
  • Veränderung
  • Stress mit Artgenossen
  • Einsamkeit
  • zu kleines Revier
  • Allergien

 

Die Katze hat Schmerzen:

Ich werde hier keinerlei medizinische Tipps geben. Wenn eine Katze Schmerzen hat, wird immer mein Rat sein: Geh zum Tierarzt und zwar sofort!

 

Deine Katze ist geschlechtsreif:

Das typische „Markieren“ ist ein großes Problem, vor allem bei unkastrierten und zu spät kastrierten Katern. Katzen können jedoch auch markieren, vor allem während der Rolligkeit. Sobald du dieses Verhalten bemerkst, wird es höchste zeit, deine Katze kastrieren zu lassen. Auch wichtig, Katzen und Kater sollten vor der Kastration auf keinen Fall in den Freigang gehen. Katzen können auch still rollen und so merkst du gar nicht, dass deine Katze vielleicht sogar schon schwanger ist und erlebst bald eine Überraschung. Hier auch ein paar Faustregeln: Katzen müssen nicht einmal Werfen, bevor sie kastriert werden. Kater müssen auch nicht stinken oder geschlechtsreif sein, bevor sie kastriert werden.

Beide können schon sehr früh kastriert werden. Frühkastration kann man noch vor der Abgabe (vor der 12.Woche) machen lassen. Nicht jeder Tierarzt ist hierin geschult und kann eine Frühkastration machen. Die optimale Kastration ist vor der Geschlechtsreife. Sollte euch ein Tierarzt sagen, dass die Kastration nicht vor dem 6. Monat gemacht wird, sollte der Tierarzt ein paar Schulungen machen, er ist dann auf einem veraltetem Stand. Ausnahmen gibt´s hier natürlich immer, z.B. bei Katzen mit Krankheiten.

 

Das richtige Klomanagement:

Faustregel: Je Katze ein Klo + eins. Das ist Ideal. Natürlich gibt es immer Ausnahmen. Es gibt Katzen, denen reicht ein sehr großes Klo. Andere brauchen in jedem Zimmer ihr kleines Eck. Fühl dich hier in deine Katze ein, fang aber auf alle Fälle immer mit mind. zwei Klos an. Nimm das Zweite erste weg, wenn du merkst, die Katze ist sauber und nutzt das Zweite nicht. Stell die Klos nie nebeneinander. Katzen möchten Ihr großes und kleines Geschäft gerne trennen. Wenn sie in ein Klo gepinkelt hat, möchte sie nicht direkt darauf koten. Zwei Klos die nebeneinander stehen, empfindet eine Katze immer als eins.

Das ideale Klo gibt es nicht. Gerade am Anfang solltest du also so viele Klos wie möglich anbieten. Sehr viele Katzen mögen auch keine Haubenklos, oder Klos mit Klappe vorne dran. Das liegt daran, dass sich jeder Geruch in diesen Klos staut. Katzen sind sehr reinliche Tiere und mögen Gestank nicht. In einem geschlossenen Klo kann der Geruch nicht entweichen. Verzichte deshalb auf die Haube an deinem Katzenklo, deine Katze wird es dir danken! Ich persönlich bevorzuge Plastikboxen mit hohem Rand. Die sind einfach zu reinigen nicht teuer und hoch genug, dass kein Unglück passiert und was übers Klo hinaus geht.

Das richtige Streu:

Das richtige Streu ist auch von Katze zu Katze unterschiedlich. Die besten Erfahrungen habe ich mit weichen Streu ohne Duft gemacht. Hier gibt´s zum Beispiel die Variante aus Zellulose, die man in manchen Gegenden sogar über die Toilette oder den Biomüll entsorgen kann (bitte besprich das vorher mit deinem Vermieter und den örtlichen Entsorgungsbetrieben):

Oder die Betonitvariante die besonders staubfrei ist:

Natürlich gibt es viele Streu und jede Katze hat hier ihre eignen Vorlieben. Es gibt viele Fälle in denen das Ändern des Streu schon dazu geführt hat, dass eine Katze, die sonst nie ins Klo pinkelt, plötzlich von heute auf morgen ins Klo geht. Dann hat ihr wohl das alte Streu nicht gefallen. Hier hilft nur ausprobieren. Manche Hersteller geben Proben ab. Frag einfach mal direkt auf den Internetseiten der Hersteller nach!

Noch ein Tipp der vor allem für Katzen gilt die z.B. auf dem Bauernhof groß wurden und nie ein Katzenklo kennengelernt haben. Sie können manchmal mit der Streu noch nichts anfangen. In diesem Fall ist es sinnvoll das Holzstreu zu nutzen und das mit Erde aus dem Garten oder aus einem Wald zu mischen. Nutz hierfür bitte keine gekaufte Gartenerde, da diese mit Dünger angereichert ist. Mit der Zeit kannst du dann immer mit Holzstreu oder anderem Streu nachfüllen um das Tier an das Klo zu gewöhnen.

 

Reinigung der Klos:

Die Klos müssen natürlich TÄGLICH gereinigt werden. Das heißt nicht, dass jeden Tag das Streu gewechselt wird, jedoch die Hinterlassenschaften solltest du jeden Tag, möglichst gründlich aus dem Klo entfernen. Es bedeutet natürlich auch nicht, dass du sofort den Klumpen entfernst, sobald die Katze rein pinkelt. Einmal täglich alles was fest ist, raus.

Bei Klumpstreu ist das einfach. Achte nur darauf, dass möglichst alles an Klumpen raus kommt. Eine gute, handliche Schaufel ist hier sehr wichtig. Probier ruhig ein paar aus, die zu deinem Streu und zum Kloverhalten deiner Katze passt. Das Klumpstreu sollte auch regelmäßig komplett ausgetauscht werden und das Klo gereinigt. Nimm zum Reinigen keine zu scharfen Putzmittel, die könnten deine Katze irritieren. Ich reinige meine meist nur mit kochendem Wasser und mildem, parfümfreien, Babyshampoo. Mein Charly braucht nach der Kloreinigung auch das alte Streu drin. Somit wechsle ich das Streu nicht aus, wenn ich das Klo reinige und wenn ich das Streu austausche, säubere ich das Klo nicht. Hier musst du sehen, wie deine Katze reagiert.

Bei nicht klumpenden Streu (ich nutze diese nicht und kann hier nicht allzu viel zu sagen) sollte einmal in der Woche alles raus und getauscht werden, denn das Streu nimmt den Urin auf und ist irgendwann „voll“.

 

Veränderungen / Angst

Was ist genau eine Veränderung, die dazu führen kann, dass die Katze nicht mehr ins Klo pinkelt?

So ziemlich jede. Eine neue Wohnung, eine neue Couch, ein neuer Partner, ein neuer Katzenkumpel, ein neuer Badreiniger, sogar die neuen Klos in der falschen Farbe (Ja, sowas gibt es!). Es gibt sehr sensible Katzen, die auf Veränderungen mit viel Stress reagieren.

Für gestresste Katzen gibt es auch die Möglichkeit, dass man Ihnen die Umgebung angenehmer gestaltet. Ihnen zum Beispiel mit mehr sicheren Fluchtmöglichkeiten. Ein Catwalk, der durch die Wohnung geht. Hohe Kratzbäume oder Höhlen die Sicherheit vermitteln.

Unterstützend hilft auch Feliway, dieses ist jedoch kein Allheilmittel. Die Pheromone, die durch den Stecker versprüht werden, sorgen für mehr Wohlbefinden für deine Katzen.

Beobachte deine Katze in jedem Fall sehr gut, damit du herausfinden kannst, was ihr Unbehagen bereitet. Nur so erkennst du auch was ihr nicht gefällt und kannst individuell darauf reagieren.

Angst im Allgemeinen ist ein häufiger Grund, dass Katzen in die Wohnung pinkeln.

 

Stress mit Artgenossen

Es gibt nur sehr, sehr wenige Katzen, die auf die Gesellschaft von anderen Katzen lieber verzichten. Das Gerücht der Einzelkatze ist bereits lange widerlegt. Katzen sind Einzeljäger, nicht Einzelgänger. Jedoch können auch in sonst harmonischen Katzenrudeln mal dunkle Wolken aufziehen.

Ein weitverbreitetes Verhalten bei Katzen ist das sogenannte Klo-stalking. Eine Katze kann nicht mehr in Ruhe auf die Toilette gehen, weil eine andere sie dabei stört. Da sie nicht mehr aus Ihr Klo kann, pinkelt sie an eine andere Stelle.

Wenn du eine sehr sensible Katze hast oder der Streit sehr heftig war, kann auch das dazu führen, dass die Katze einmal oder wiederholt in die Wohnung pinkelt. Schaffe dann den Katzen Platz, um sich aus dem Weg zu gehen, bestärke sie positiv, wenn sie sich annähern und bewahre selbst Ruhe. Deine Ruhe wird sich auf das Tier auswirken.

Manchmal passen auch die Katzen nicht zueinander. Wenn Du zum Beispiel eine sehr dominante Katze hast und eine sehr sensible, oder eine alte Katze, die lieber ihre Ruhe haben möchte und ein Kitten, das den ganzen Tag nur Aktion will, kann das zu Spannungen führen.

 

Mensch, du stinkst!

Ein weiterer relativ unbekannter Grund, warum Katzen plötzlich anfangen vor allem auf Kleidung, Betten und Schuhe zu pinkeln, ist der menschliche Schweiß. Er besteht zu einem großen Teil aus Ammoniak genauso wie Katzenpipi. Einige Katzen reagieren hier so als müssten sie einen Artgenossen „überdecken“. Hier hilft auch eine anständige Reinigung mit Enzymreiniger. Es bietet sich hier an, jene Teile, die immer wieder angegriffen werden entweder auszutauschen oder ein bis zwei Tage in eine Plastiktüte zu stecken und ordentlich mit Enzymreiniger zu bearbeiten. Anschließend in die Waschmaschine.

 

Einsamkeit und/oder Langeweile

Katzen sind, wie schon beschrieben, keine Einzeltiere. Vor allem Wohnungskatzen können aus Langeweile, Frust, Einsamkeit, Verhaltensstörungen entwickeln. Hierbei ist das pinkeln vermutlich noch eine der Harmlosesten. Aggressivität, dem Menschen gegenüber und auch sich selbst gegenüber sind hier auch typische Verhaltensstörungen. Hier kann nur eines helfen: Ein geeigneter Katzenkumpel! Informiert euch vorher gut, welcher Kumpel für euren Liebling der geeignetste ist und auch wie eine Zusammenführung am schonendsten funktioniert.

Kurzfristig kann man Langeweile mit Spielen bekämpfen. Gib deiner Katze was zu tun. Hier sind zum Beispiel Intelligenzspielzeuge, Federn, Spielmäuse super und natürlich Spielangeln:

Auch in einem Mehrkatzenhaushalt kann es zu Langeweile kommen. Das heißt, auch hier sind regelmäßige Spielstunden und die abwechslungsreiche Gestaltung des Reviers absolut notwendig.

 

Das perfekte Revier

Hier gilt ebenfalls mal wieder: Gibt es nicht! Jede Katze ist anders, deshalb beobachte deine Katze sehr gut und schau, was ihr wichtig ist, biete ihr Abwechslung an und Rückzugsmöglichkeiten. Auch hier liegen Gründe, warum eine Katze in die Wohnung pinkelt. Manche Katzen ertragen auch keine geschlossenen Türen. Sie fühlen sich dann eingesperrt und reagieren mit Stress. Achte also immer genau darauf, wann deine Katze pinkelt. Was ist vorher passiert, kann man hier Rückschlüsse ziehen?

Hier ein paar Beispiele für Catwalks, Wandliegen, Höhlen und Kratzbäume, die katzengerecht sind:

 

SILVIO DESIGN Katzen-Kletterwand 4-teilig
SILVIO DESIGN Katzen-Kletterwand 4-teilig
Trixie Kletterstufe zur Wandmontage creme
Trixie Kletterstufe zur Wandmontage creme

 

 

Mit Wandliegen und Klettermöglichkeiten ermöglichst du deiner Katze ein abwechslungsreiches Revier, wo sie sich nach Herzenslust austoben kann und hohe Wandliegen sind toll zum Verstecken, wenn sie mal ihre Ruhe haben will.

Liegeebene mit Wandhalterung
Liegeebene mit Wandhalterung für den perfekten Überblick über das Revier.

 

Sehr gut sind hier auch die typischen Ikearegale. Achte hier nur darauf, dass diese gut verschraubt sind. Da mir so eins schon mal von der Wand gefallen ist, bei einer wilden Verfolgungsjagd.

 

 

 

Kerbl Wandkratzbaum Dolomit XL, 185 x 115 cm
Kerbl Wandkratzbaum Dolomit XL, 185 x 115 cm

 

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Wandkratzbäume sind super für kleine Wohnungen, da sie nicht so viel Platz wegnehmen und doch chic aussehen und abwechslungsreich für die Tiere sind. Achte beim Kratzbaum immer auf Vollholzstämme und dass die Bettchen waschbar sind. Kratztonnen sind ideal für „Höhlenkatzen“, die sich gerne Verstecken. Bei den meisten Kratztonnen sind die einzelnen Höhlen innen miteinander verbunden. Achte bei allen Höhlen immer darauf, dass diese groß genug sind für deine Katze. Viele billige Kratzbäume haben viel zu kleine Höhlen.

 

 

 

 

 

Natürlich kannst du auch selbst basteln und handwerken. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Zum Beispiel Höhlen aus Umzugskartons oder Papier-Einkaufstüten, bei denen du den Tragegriff durchschneidest. Wichtig ist dabei, dass du darauf achtest, dass es gut gesichert ist und die Katzen nicht ausrutschen, sich strangulieren oder verletzen können.

Freigang

Es gibt Katzen, die sind für die Wohnungshaltung ungeeignet. Diese Katzen haben einen sehr starken Freiheitsdrang und ertragen die Enge einer Wohnung nicht. Oftmals sind das ehemalige Freigänger, die jetzt in einer Wohnung leben sollen. Bei diesen Katzen hilft nur, ihnen den Freigang zu gewähren. Hier kann ich auch keine Alternativen geben, weil es hier leider keine Alternativen gibt.

Allergien

Katzen können auch Allergien haben, dabei äußert es sich seltener, dass die Katze in die Wohnung pinkelt, als dass Sie Durchfall bekommt und es nicht mehr rechtzeitig aufs Klo schafft. Bei Kotunsauberkeit kann sich ebenfalls ein Verhalten einprägen. Auch hier gilt: Erst zum Tierarzt! Danach kann man ähnlich vorgehen wie bei Urinunsauberkeit.

Ich hoffe, ich konnte dir mit meinen Erfahrungen ein wenig helfen. Wenn deine Katze nach all diesen Ratschlägennoch immer pinkelt und du brauchst noch weitere Tipps, schreib mich gerne über mein Kontaktformular oder über Facebook an. Ich versuche zu helfen, wo ich kann.